Treffen mit Keeanga-Yamahtta Taylor

Anfang Juni hatte ich die Ehre Keeanga-Yamahtta Taylor, Professorin in Princeton und u.a. Autorin des Buches „From #BlackLivesMatter to Black Liberation“ zu treffen. Wir sprachen über städtische Auseinandersetzungen in Berlin seit 1990 und das geschichtliche Erbe der geteilten Stadt sowie den gerade laufenden Volksentscheid „Deutsche Wohnen Enteignen“ –und wie dieser seinen Ursprung im Mietenvolksentscheid Berlin und 100% Tempelhofer Feld hatte. Keeanga erzählte von ihrer Arbeit und dem was gerade in den USA in Städten wie Detroit passiert: traditionell eine Arbeiterstadt mit vorwiegend afro-amerikanischer Bevölkerung wandelt diese sich gerade in eine gentrifizierte und hipsterisierte Stadt der Weißen. Dies hat mit dem extrem rassistischen Wohnungsmarkt und dem rassistischen Bankensystem in den USA zu tun.

Was ich realisierte: Ich muss mich in meiner Arbeit mehr mit Rassismus in der „urbanen Frage“ (wie sie Lefebvre nannte) auseinandersetzen und damit was wir als Linke dazu tun können – denn es ist viel mehr als „nur“ Gentrifizierung. Dies werde ich tun!

Vielen Dank an die Rosa-Luxemburg Stiftung für die Organisation.

9. April 2019, 18 Uhr, Rathaus Treptow: Gegen Mietenwahnsinn in Treptow – Deutsche Wohnen & Co enteignen


Mietenwahnsinn und kein Ende in Sicht?

Immobilienkonzerne wie „Deutsche Wohnen“ verdienen prächtig am Mietenwahnsinn. Sie sind nur einem Ziel verpflichtet: dem maximalen Profit für ihre Aktionäre – auf Kosten der Berliner Mieter*innen.

DIE LINKE kämpft auf allen Ebenen gegen steigende Mieten: Sie begrenzt die Mieterhöhung in den landeseigenen Wohnungsunternehmen, sorgt für Milieuschutz und treibt den Bau bezahlbarer Wohnungen voran.

Die Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ geht noch einen Schritt weiter: Sie möchte einen Volksentscheid für eine Enteignung privater Wohnungsgesellschaften mit mehr als 3.000 Wohnungen in Berlin erreichen. Die Wohnungen sollen in Landesbesitz übergehen, damit die Mieten bezahlbar bleiben. Dazu werden ab 6. April Unterschriften gesammelt.

Aber wie funktioniert so eine Vergesellschaftung und was würde sie kosten? Wie können Mieter*innen besser geschützt werden und wie können wir den Mietanstieg in Treptow stoppen? Darüber wollen wir am 9. April spreche. Kommen Sie vorbei und diskutieren Sie mit.

Eine Veranstaltung von Katalin Gennburg (MdA) und der Linksfraktion der BVV Treptow-Köpenick.

Dienstag, 9. April 2019, 18 Uhr im Rathaus Treptow, Neue Krugallee 4, 12435 Berlin-Treptow.

Katalin Gennburg & Malte Schmidthals diskutieren „Ökologische Alternativen in der Großstadt“ beim Rockradio

Am 10. März 2019 diskutierte ich mit Malte Schmidthals -dem Umweltaktivisten – über ökologische Stadtentwicklungspolitik in Zeiten der Wohnungsnot im wachsenden Berlin. Wir waren uns einig: Ökologie und Stadtentwicklung sind kein Widerspruch und von dem Mantra #bauenbauenbauen allein lässt sich das Wohnungsversorgungsdefizit nicht lösen.

Warum eine LINKE Politik auf soziale Wohnraumversorgung setzt und nicht auf einen „freien“ Wohnungsmarkt? Weil es eine öffentliche Aufgabe ist, das Grundrecht auf Wohnen sicherzustellen.

Wie das geht, warum das Tempelhofer Feld nicht bebaut werden darf, warum Kleingärten unter Denkmalschutz gehören und wieso wir über Boden- und Liegenschaftspolitik sprechen müssen, das erfahren Sie hier im Video: