Über mich

Ich bin eine Berlinerin und Zugezogene, wie so viele Menschen hier. Für mein Studium an der Technischen Universität kam ich in diese Stadt, und habe heute einen Abschluss in Philosophie (B.A.) und Historischer Urbanistik (M.A.). Mit meiner Familie lebe ich im grünen Norden von Treptow.

Die Frage, wie Städte sich verändern beschäftigt mich, seit ich aus einer schrumpfenden Stadt im Osten in den Berliner Speckgürtel zog.
1984 geboren, erlebte ich die Wende als Kind. Dass etliche Menschen arbeitslos wurden und Freunde mit ihren Eltern der Arbeit hinterher zogen, hat mich stark geprägt. Mit dem Beginn des Irak-Krieges fing ich an mich politisch zu engagieren. 
2002 wurde ich in die Stadtverordnetenversammlung in Falkensee gewählt und dort als jüngste Abgeordnete nicht nur stellvertretende Vorsitzende der Stadtvertretung im Rathaus sondern auch zuständig für die Arbeit an einem neuen Stadtentwicklungsplan für die rasant wachsende Umlandgemeinde. 
Hier lernte ich von der Pike auf, welche Stadtplanungsinstrumente es gibt, wie wichtig Bodenpolitik und Eigentum an Grund und Boden für eine strategische und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung ist und wie Bodenspekulation sich räumlich darstellt.
Das veranlasste mich letztlich auch zum Thema meiner Masterarbeit im Fach Historische Urbanistik, die ich zwölf Jahre später einreichte und zwar zum Thema „Die Materialist des Speckgürtels. Zur Bodenprivatisierung in Ostdeutschland seit 1990 – Die Berliner Umlandgemeinde Falkensee und die Errichtung der Herlitzwerke“
Nach dem Studium trafen sich die Wege von mir und der heutigen Senatorin für Stadtentwicklung in Berlin, Katrin Lompscher, und ich wurde ihre Wissenschaftliche Mitarbeiterin. In dieser Zeit übernahm ich auch die Funktion als Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Städtebau- und Wohnungspolitik der Berliner Linkspartei für zwei Jahre. 
Schließlich kandidierte ich als Direktkandidatin im Wahlkreis 1 in Treptow-Köpenick, einem eigentlich aussichtslosen Wahlkreis für die LINKE in Berlin. Es war die Zeit als Bernie Sanders in Amerika und Jeremy Corbyn in England für Wirbel sorgten, weil sie ihre Parteien und die Wahlkämpfe mit Graswurzelaktivismus und basisorganisierten Kampagnen in Aufruhr versetzten und damit erfolgreich waren. Inmitten einer Gruppe von Leuten, die allesamt Lust auf Politisierung und Wahlkampf jenseits von Parolen hatten, kämpfte ich um das Direktmandat und gewann überraschend den Wahlkreis Alt-Treptow, Plänterwald, Baumschulenweg und Nord-Niederschöneweide.
Seit September 2016 bin ich in der Abgeordnetenhausfraktion der LINKEN Sprecherin für Stadtentwicklung, Tourismus und Smart City und demnach mit Fragen der wachsenden Stadt Berlin und Fragen zur Stadt der Zukunft befasst. Ich streite für eine Stadt, in der der Mensch im Mittelpunkt steht, nicht Profitinteressen.