Veranstaltungsbericht: Mietendeckel – Top oder Flop?!


Rappelvoll gefüllt mit ca. fünfzig Personen war die Nachbarschaftsgalerie der KungerKiezInitiative, als das Sozialbündnis Alt Treptow (SAT) am 16.09.19 zur Diskussion über den Mietendeckel geladen hatte. 

Auf dem Podium saß Stephanie Hönicke, eine Aktivistin, die bis vor drei Jahren einen Steinwurf entfernt gewohnt hatte, dann aber wegen Modernisierung und Mietwucher den Kiez verlassen hatte.

Moderiert von Sigrun Merkle vom SAT gab außerdem Katalin Gennburg, direkt gewählte Abgeordnete im Abgeordnetenhaus und Sprecherin für Stadtentwicklung der LINKEN Auskunft zu und Informationen über das angekündigte Gesetz zur Regulierung der Mietpreise in Berlin. 

Neben Fragen zum Referentenentwurf ging es auch um die Kritik der Wohnungsbaugenossenschaften am Mietendeckel und um Befürchtungen, der jetzige Entwurf können in den weiteren Verhandlungsrunden noch aufgeweicht werden. Die überwiegende Mehrheit der Versammelten sah den Mietendeckel jedenfalls als Schritt in die richtige Richtung. Einigkeit bestand auch darin, Abschwächungen des vorliegenden Entwurfs unbedingt verhindern zu wollen. Mit Beifall wurde deshalb die Aufforderung bedacht, für die Demonstration der außerparlamentarischen MieterInnenbewegung am 3. Oktober 2019 unter dem Motto „Richtig deckeln – dann enteignen!“ zu mobilisieren.

Filmprojekt „Who owns the City“

Im Mai 2019 bekam das Büro Gennburg Besuch von drei jungen Nachwuchsjournalisten aus Mosambik, Südafrika und Zimbabwe, die im Rahmen des „Young African Journalists‘ Accelerator Program“ (YAJAP) der Rosa Luxemburg Stiftung und JournAfrica! einen kleinen Beitrag mit Katalin zum Thema „Wem gehört die Stadt“ drehten. Die sehr gelungene Multimedia-Reportage Ergebnis ist in Gänze hier zu lesen und sehen sowie der dritte Teil mit Katalin hier (unten an der direkte Videoausschnitt). Vielen Dank an Karen Mwendera, Vimbai Beritah Chinembiri und Paulo Mendes für diesen Beitrag!

Veranstaltungsbericht: Flossfahrt zu den Themen Recht auf Wasser, freie Uferwege und Spreepark am 31. Juli 2019

Als Abgeordnete und Sprecherin für Stadtentwicklung, Tourismus und Smart City der Linksfraktion Berlin lud ich zur Stadttour mit dem Kulturfloß dem Unkraut Kollektiv um über die ca. 40 Bieberpaare ebenso zu sprechen, wie über den freien Zugang zu diesem Wasserraum für alle, über die neuen Planungen für den Spreepark und warum es daran berechtigte Kritik gibt.

Die Floßfahrt war mehr als ausgebucht und trotz eines aufziehenden Unwetters gelungen – unsere Diskussion beendeten wir in einer Gaststätte statt auf dem Wasser.

Seit einiger Zeit ist in der Rummelsburger Bucht eine vitale Floßszene entstanden, die das Wasser als unkommerziellen Freiraum für Kulturnutzungen erobert. Den Stadtraum vom Wasser her zu denken, darum geht es auch mir als Stadtentwicklungspolitikerin. Ich möchte die Spree nicht dem Wassertourismus überlassen und bin absolut der Meinung, dass wir viel mehr öffentliche Anleger und Liegestellen für gemeinnützige Wassernutzungen brauchen.
Holen wir uns die Spree und unsere Ufer zurück!

Recht herzlichen Dank noch einmal an das Unkraut Kollektiv, alle Teilnehmenden und die Kurzvortragenden Daniel Plasch (Freie Republik Spreepark), Claudius Schulze (Spreepublik), Manfred Krauss (Biologe) und Carsten Joost (Planungsagentur – Büro für alternative Stadtentwicklung).