Stolpersteine im Baumschulenweg

Ein Jahr lang hat eine Gruppe von Aktiven in meinem Wahlkreis gemeinsam mit Vertretern der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) an einer Broschüre über die Stolpersteine in Baumschulenweg gearbeitet. Ich freue mich sehr, dass diese nun am 27.01. präsentiert werden konnte. Die Initiative geht zurück auf die jahrelange Arbeit von Andreas Freiberg zur Verlegung der Stolpersteine. Die Broschüre wird nun aus Mitteln der Kiezkasse und von mir finanziert.

Was ist los bei Stadt und Land in Treptow? – Ein Veranstaltungsbericht

Informations-und Diskussionsabend im Rathaus Treptow

Zu einer letzten Wahlkreisveranstaltung in diesem Jahr lud Katalin Gennburg am 05.12.2019 zur Diskussion mit Ingo Malter, Geschäftsführer der Stadt&Land, sowie Rouzbeh Taheri, Mieteraktivist & Wissenschaftlicher Beirat bei der Wohnraumversorgung Berlin (AöR).

Ziel war es, den vielen Mieterinnen und Mietern der landeseigenen
Wohnungsbaugesellschaft Stadt&Land im Treptower Norden eine Stimme zu geben und direkte Antworten auf ihre Fragen und Sorgen sowie einige der kiezspezifischen Anliegen zu bekommen.

Anlass dafür waren Sorgen vieler AnwohnerInnen, dass neben der Sparkasse nun auch NETTO schließen und demnächst verschwinden würde. Der NETTO in der Straße am Treptower Park ist Mieter in einem Gebäude der landeseigenen Stadt&Land und so kam die Frage auf, was die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft für die Nahversorgung insbesondere der älteren Anwohnerinnen tut.

Deutlich wurde an dem Abend, dass sich alle MieterInnen mehr Kontakt zur Wohnungsbaugesellschaft und vor allem verlässlichere AnsprechpartnerInnen wünschen.

Diskutiert wurde zunächst die Berliner Mietenregelungen, die unsere LINKE Senatorin Katrin Lompscher mit den 6 landeseigenen Gesellschaften zur Entlastung der Mieterinnen und Mieter geschlossen hat (https://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/wohnraum/wohnungsbaugesellschaften/download/kooperationsvereinbarung.pdf). Diese wurden seinerzeit von der Initiative Mietenvolksentscheid Berlin hart erkämpft und beinhaltet z.b. eine Kappung der Mieterhöhungen auf unter denen des Mietspiegels, sowie die Erschaffung von Gremien wie der „Wohnraumversorgung Berlin“ (AöR), welche die sechs Wohnungsbaugesellschaften Berlins kontrolliert. Themen wie das Vorkaufsrecht, der Wohnungsmangel, sowie generelle Mieterhöhungen wurden auch diskutiert.

Auf lokaler Ebene wurden einige häuserspezifische Anliegen der Mieter gegenüber der Wohnungsbaugesellschaft Stadt&Land erörtert. Die Wichtigkeit von Mieterbeiräten wurde sowohl von Herrn Taheri als auch Herrn Malter betont, damit Mieter direkt ihre Interessen gegenüber den Wohnungsbaugesellschaften vertreten können. Die rege Beteiligung der ca. 30 Anwohner hat gezeigt, dass eine Veranstaltung in diesem Format sehr sinnvoll ist, um den Mietern der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften ein Podium für ihre Anliegen zu bieten.

Gleichzeitig wird Katalin Gennburg einige der Fragestellungen von parlamentarischer Seite weiter verfolgen und ab April – wenn der Volksentscheid „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“ startet – fleißig beim Sammeln der Unterschriften helfen.

Wollen Sie auch helfen? Melden Sie sich gern unter buero.gennburg@linksfraktion.berlin

 

Gartendenkmal wächst Baudenkmal über den Kopf?! – Weltgrößtes Linsenfernrohr gerettet, Bäume auch.

Berlin, 18. Dezember 2018. Noch in dieser Fällsaison wird mit dem denkmalgerechten Beschnitt von Bäumen im Treptower Park, rund um die Archenhold-Sternwarte, begonnen, damit der Große Refraktor wieder in die Sterne blicken kann.

Die Archenhold-Sternwarte im Treptower Park befindet sich inmitten eines umfangreichen Baumbestands. Diese Bäume waren in den vergangenen Jahren so hoch gewachsen, dass das weltgrößte Linsenteleskop keinen freien Blick auf alle  Sterne mehr erhaschen konnte. Kompliziert wurde die Situation auch, weil die Sternwarte als Bau- und der umliegende Park als Gartendenkmal gelistet sind und dadurch eine vermeintliche Konkurrenz in der denkmalgerechten Behandlung auftrat.

“Dass es soweit kommen musste, hängt auch mit der verheerenden Sparpolitik der letzten Jahrzehnte bei der Pflege der Grünflächen zusammen, damit muss endlich Schluss sein. Bei einem Besuch der Sternwarte in meinem Wahlkreis schilderte mir der Sternwarten-Chef Felix Lühning die Probleme eindrücklich: Es braucht endlich wieder Investitionen in diesen Ort der Forschung, von der sicheren Zuwegung des Ortes mit einer Bedarfsampel angefangen, bis hin zur Sicherung der grenzenlosen Weitsicht ohne Bäume vor der Linse!” so Katalin Gennburg.

Ein persönliches Schreiben der Wahlkreisabgeordneten Katalin Gennburg an den Regierenden Bürgermeister und Wissenschaftssenator Michael Müller veranlasste diesen, auf den Bezirk Treptow-Köpenick einzuwirken. Im Ergebnis steht nun fest, dass es möglich ist, den Baumbestand um die Sternwarte denkmalgerecht so zu beschneiden, dass der Große Refraktor wieder zur Sternenbeobachtung und der Erfüllung des Bildungsauftrags der Sternwarte zur Verfügung steht.

“Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass auch Michael Müller die überragende Bedeutung von Treptower Park und Archenhold-Sternwarte für Berlin benennt und sich für eine Lösung eingesetzt hat. So steht das Fernrohr an seinem 125. Geburtstag 2021 in meinem Wahlkreis wieder für Himmelsbeobachtungen zur Verfügung. Für eine bessere finanzielle Ausstattung des Standortes der Berliner Wissenschaft und Forschung werde ich mich weiterhin einsetzen”, so Gennburg weiter.

Ohne Auto in die Zukunft? – Ein Veranstaltungsbericht

Öffentliche Diskussion, KungerKiezGalerie, 28.11.2018

Mobilität ist zweifellos ein wichtiger Aspekt heutigen urbanen Lebens – realisiert meist mit dem eigenen Auto. Doch ökologisch hat dieses Mobilitätsmodell keine Zukunft – es beeinträchtigt uunsere Gesundheit, mindert die allgemeine Lebensqualität, emittiert Treibhausgase und nimmt zu viel Raum im Stadtleben ein.

Erfreulich deshalb, dass es dem „Volksentscheid Fahrrad“ 2016 gelang, in Rekordzeit mehr als 100 000 Unterschriften für eine Verkehrswende zu sammeln. Damit waren die Vorarbeiten geleistet, um unter der Rot-Rot-Grünen Landesregierung im Sommer 2018 das bundesweit erste Mobilitätsgesetz zu verabschieden. Dessen Ziel ist, durch gut aufeinander abgestimmte Angebote eine umwelt- und stadtverträgliche Mobilität für alle zu schaffen – mit weniger Autos. Bis 2050 soll der motorisierte Verkehr klimaneutral sein.

Ca. 20 Bürger*innen folgten der Einladung, sich von Katalin Gennburg, Sprecherin für Stadtentwicklung der LINKEN im Abgeordnetenhaus, Denis Petri vom „Volksentscheid Fahrrad“ und Tino Oestreich von der LINKEN-BVV-Fraktion über die mit dem Mobilitätsgesetz verbundenen Möglichkeiten zu informieren und zu diskutieren. Deutlich wurde dabei, dass in den vom Weiterbau der A100 bedrohten Ortsteilen wie Plänterwald und Alt-Treptow großer Widerstand gegen den Weiterbau der Autobahn gehegt und Hoffnungen in die Reduktion des Autoverkehrs gesetzt werden. Eine Autobahn inmitten der Stadt wird von vielen inzwischen als unzeitgemäß gesehen.

Die Diskussion drehte sich ansonsten viel um die stadtweite und auch kiezspezifische Umsetzung von fahrradfreundlicher Strecken. Hier zeigte sich, dass eine stadtweite Planung die Arbeit in den BVVen der Stadtteile unterstützen muss.

Als Hinweis, wie ernst wir den schnellen Umstieg auf ökologisch verträgliche Mobilität nehmen müssen, wurde der Schaden an der abrissreifen Elsenbrücke gewertet: Dieser entstand durch die klimawandelbedingte Hitze im letzten Sommer.